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  • Steven

KUNST IM WANDEL DER ZEIT

Eine Zeitreise durch die Kunst


In Ägypten zeichnete sich die antike Kunst primär durch Wandmalereien aus, welche meist Gottheiten in Profil oder Frontalansicht darstellten. Diese Kunstwerke schmückten vor allem die Grabstätten der wohlhabenden Menschen und sollten diese auch nach ihrem Tod in Ehren halten. In Griechenland hingegen waren es zu dieser Zeit vorwiegend Vasenmalereien, welche verschiedene Themen des alltäglichen Lebens aufgriffen und darstellten. Auch im Römischen Reich wurde die antike Kunst von einer weiteren Kunstform geprägt, der Bildhauerei. Noch heute erinnern die pompösen und filigran gestalteten Statuen an die damalige Zeit, in welcher ein Bildhauer einen deutlich höheren Rang als der Maler genoss. Auf die antike Kunst folgte die frühchristliche Kunst, in welcher sich die Künstler häufig an antiken Vorbildern orientierten. Mit der Zeit etablierte sich eine naturalistische und religiöse Kunstrichtung, wobei die Architektur eine bedeutende Rolle spielte. Fließend folgte der Übergang zur byzantinischen Kunst, in der vor allem christliche Motive und die Darstellung von Glaubensinhalten die vorrangigen Motive waren. Besondere Formen der byzantinischen Kunst waren die Mosaikkunst, Buchmalerei, Elfenbeinrelief und Goldschmiedearbeiten. Die Wiederentdeckung der Antike ist ein wichtiger Aspekt für die Kunst der Renaissance, in der die veränderte Auseinandersetzung mit der Natur und dem Menschenbild eine gewichtete Rolle spielt. Künstler wie Leonardo da Vinci und Michelangelo prägten die Epoche. Mit Anbruch der Romantik wurde erstmals ganz Europa von einer künstlerischen Entwicklung erfasst. Romantik ist kein bloßer Stil, sondern eine Geisteshaltung, die das geheimnisvoll Obskure und Sublime dem Glatten und Schönen vorzieht. Charakteristisch für diese Epoche sind vor allem die filigran verbauten Rundbögen in Kirchen und Klöstern sowie Malereien, in der sich primär christliche Inhalte widerspiegelten. Die Künstler dieser Epoche werden vorangetrieben von ihrem Innersten, ihrer Gefühlsebene. Die romantisierte und gefühlvolle Romantik fand schnell eine Gegenbewegung, bekannt als Realismus. Diese Epoche, die von vielen als brutal und „hässlich“ empfunden wurde, zeigte Menschen und Tiere so, wie sie wirklich sind. Anders als die Romantiker sehen die Realisten nicht nur das Schöne und Gute, sondern auch das Böse und Hässliche. In der zweiten Hälfte des 19 Jahrhunderts setzt der Impressionismus ein, welcher häufig als endgültiger Abschluss der Klassik und Beginn einer neuen Welt der Moderne bezeichnet wird. Eine grundlegende Änderung war, dass von nun an in der Natur gezeichnet wurde und nicht so wie früher nur skizziert und im Atelier gemalt. Der Name Impressionismus galt zu Beginn als Schimpfwort, weil einige Kritiker der Meinung waren, dass die Maler nicht malten, sondern eher schmierten. Tatsächlich ist der Pinselstrich mit der Malerei vergangener Kunstepochen nicht mehr vergleichbar. Stattdessen treten Formen und Linien in den Hintergrund und die reine Farbe übernimmt die Führung. «Impression – Sonnenaufgang» von Claude Monet gilt als das allererste impressionistische Werk überhaupt. Wenig später entstand die Stilrichtung des Symbolismus, die ihren Ursprung in Frankreich fand. Die Darstellung von Gedanken und Gefühlen nimmt in dieser Richtung einen breiten Raum ein, wobei gleichzeitig klare Formen des Jugendstils vorweggenommen werden. Krankheit, Sünde, Tod und Leidenschaft zählen mit einer gewissen Dekadenz zu den bevorzugten Themen des Symbolismus. Auch der Expressionismus nimmt gezielt Stellung gegen den Naturalismus, indem die Maler eher wenig bemüht sind, das Äußere der Dinge zu zeigen. Ihnen geht es, ähnlich wie den Malern des Symbolismus um den Ausdruck der eigenen Gefühle. Aus diesem Grund ist in den meisten Bildern eine gewisse Aggressivität zu finden. Ein wiederum völlig neuer Kunststil entsteht mit dem Dadaismus, welcher bestehende Werte und Regeln infrage stellt und durch Unsinn überwindet. Gegenstände des Alltags sind plötzlich Kunstwerke. Die Kunstarten dieser Stilrichtung reichen bis hin zu Dichtung und Tanz, die in einem Kunstwerk vereint sind. Der Dadaismus bricht mit seinem Charakter viele Tabus, bewirkt gleichzeitig zahlreiche technische Neuerungen und beeinflusst die nachfolgenden Kunstrichtungen bis heute wesentlich. Seither ist Malerei mehr als ein Abbild der Wirklichkeit. Angelehnt an den Dadaismus entstand der Surrealismus, welcher sich nur noch insofern mit der Wirklichkeit beschäftigt, als dass sie mit den eigenen Traumwelten verschmelzen. Der Surrealismus wendet sich gegen die verkrusteten Denkstrukturen des Bürgertums. In der Gegenwart angekommen entsteht eine Kunstform, in der schließlich alles Kunst ist. Die Pop-Art Szene entsteht in Mitte der1950er-Jahre in den USA und gleichzeitig in England. Reklameschilder, Comics, triviale Dinge des alltäglichen Konsums bis hin zur Konservendose sind mit einem Mal Gegenstände künstlerischer Betrachtung. Klare Konturen und einheitliche Farbflächen dominieren. Die Entwicklung neuer Kunststile findet kein Ende und schreitet noch heute unaufhaltsam voran. Ob Graffiti Künstler wie Banksy, cyber Kunst oder Krypto Kunst, immer wieder öffnen sich neue Türen im Bereich der Kunststile. Apropos Banksy. Ein Paradebeispiel für die vielfältigen Möglichkeiten in unserer Branche ist der Banksy QyouB. Durch individuelle Kunstdrucke können Künstler ihre eigenen Limited Edition Cubes gestalten. Somit hat man quasi immer ein kleines Kunstwerk in der Tasche. Unfassbar cool oder?


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