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WIE BEEINFLUSSTDIE CORONA PANDEMIE SOZIALE PROJEKTE



Schon seit Jahren unterstützt cyber-Wear regelmäßig den Verein „Hilfe für Tschernobyl

geschädigte Kinder“. Der Verein mit Sitz im Rheinland unterstützt nicht nur das Mogilewer Kinderheim, sondern organisiert soziale und medizinische Projekte in der betroffenen

Region in Belarus u.a. Mosaika Aktiv. Dies ist ein anerkannter gemeinnütziger Verein mit dem Vereinszweck: soziale und psychologische Unterstützung von Familien mit behinderten Kindern und die Unterstützung junger Menschen mit Handicap. Zu verschiedenen

Gelegenheiten, Veranstaltungen und Charity-Aktionen verteilt dieser Partnerverein unter

anderem auch unsere Sachspenden.


In einem Gespräch mit Frau Andrea Hein, der ersten Vorsitzenden haben wir erfahren können, dass es verschiedene Herausforderungen zu bewältigen gab. Nicht nur Corona, auch die politische Situation in Belarus hemmt weiterhin massiv die Arbeit des Vereins.


Die Hilfstransporte konnten mit Hilfe befreundeter Organisationen reibungslos nach Mogilew gebracht werden. Leider konnte der Kindererholungsaustausch nach Deutschland nicht stattfinden. Das hat die Gastfamilien sehr traurig gemacht, denn einige Kontakte bestehen schon seit Jahren. Alternativ hat man aber Ferienmaßnahmen im Kindererholungszentrum Nadeshda bzw. im Zeltlager Rodnik buchen können. Verschiedene Online-Formate hat man zudem

ins Leben gerufen, um auch die anderen Projekte, soweit möglich weiter betreuen zu können.


So zum Beispiel therapeutische Workshops mit deutschen Physiotherapeutinnen und Logopädinnen, die nicht in Präsenz, sondern digital stattfanden. Auch wenn man in Zeiten von Corona einiges durch die Digitalisierung auffangen, vielleicht sogar moderner gestalten konnte, da eine Präsenz vor Ort auch nicht jedes Mal zwingend erforderlich ist, fehlt natürlich gerade in der Zusammenarbeit mit den Kindern der persönliche Austausch. Dies kann einfach nicht durch einen Bildschirm ersetzt werden.


Die Spendenbereitschaft ist gerade in Corona Zeiten stark angestiegen, an Geld mangelt es teilweise den Organisationen nicht. Die Menschen in Deutschland haben trotz Corona Pandemie deutlich mehr Geld gespendet als früher. Das geht aus der Bilanz des Deutschen Spendenrats für 2020 hervor. Mit 5,4 Milliarden Euro sei das Spendenniveau um etwa 260 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr gewachsen, teilte der Verband mit. Das entspricht rund fünf Prozent. Das spornt an und nimmt die Organisationen natürlich um einiges mehr in die Pflicht als bisher schon.


Hilfstransporte mit Sachgütern scheinen weiterhin auch in der Krise gut zu funktionieren.

Aber alle Projekte, die sich im zwischenmenschlichen Sektor abspielen, mussten und müssen auch weiterhin Alternativen finden. Hier ist die Devise: nicht aufhören und resignieren, sondern weiter machen und gegebenenfalls neue Wege gehen.


Wichtig ist die Begleitung bei der Digitalisierung, gerade in den Ländern, wo die Infrastruktur vielleicht noch nicht so gut ausgebaut ist. Hier ist auch der Know-how Austausch mit den zu unterstützenden Einrichtungen elementar, damit Sie auch fachlich hier nicht allein gelassen werden. Es entstehen so neue Möglichkeiten für alle NGOs: die teilweise weiten Wege werden kürzer, solang die Kommunikation aufrecht gehalten wird. Denn auch eines sollte klar sein. Die Pandemie werden wir nicht lokal, sondern nur global in den Griff bekommen. Und das bedeutet, neben den medizinischen vor allem auch die psychologischen und therapeutischen Aspekte nicht außer Acht

zu lassen und den benachteiligten Menschen, der es nicht

ohne fremde Hilfe schafft, zu vergessen.

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