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  • Steven

WAS WIR VON EINEM DTM CHAMPION LERNEN KÖNNEN

Seit der Saison 2019 begleiten wir René Rast auf seiner Merchandise Reise und entwickeln seine Fan Collection und betreiben den www.rene-rast.shop. Wir hatten die Chance, mit René zwischen den ersten Rennen der Formel E und seinem Training im Simulator exklusiv über seine Zeit während Corona, die letzte Saison in der DTM und über den Mensch René Rast zusprechen.

René, Du bist aktuell einer der Champions in der DTM. Nein Du bist DER Champion. Dreimal hast Du bereits den Pokal nach Hause geholt. Drei Titel in vier Jahren, plus eine Vizemeisterschaft ist unglaublich. Erst im vergangenen Jahr 2020 hattest Du wieder alles abgeräumt und bist damit erfolgreichster Audi DTM-Pilot in der Geschichte.




1. Wie hast Du das geschafft?

Durch Ehrgeiz und Durchhaltevermögen und einen starken Willen. Erst über viele Umwege habe ich den Weg in die DTM gefunden. Ich bin über verschiedene Rennserien, wie die Formel BMW, den ADAC Volkswagen Polo Cup und den Porsche Carrera Cup erst recht spät im Jahr 2016 als Ersatzfahrer in die DTM gekommen und konnte mir dann 2017 ein Cockpit im Team Rosberg sichern. Ohne meine langjährigen Wegbegleiter hätte ich das so sicherlich auch nicht geschafft. Aber wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, will ich mein Ziel auch erreichen. Daher analysiere ich jedes Rennen genau, ob gewonnen oder nicht gewonnen, es gibt immer noch Dinge, die verbessert werden können. Man darf im Motorsport nie zufrieden sein und muss immer wieder versuchen, das Letzte aus sich, dem Material und aber auch dem gesamten Team herauszukitzeln.


2. Mit welchen Eigenschaften würdest Du Dich beschreiben?

Ich bin definitiv ehrgeizig und teamorientiert, aber auch sehr fokussiert und eben sehr akribisch. Zudem würde ich mich als sehr bodenständig bezeichnen.


3. Was würdest Du anderen Menschen mit auf den Weg geben?

Gib niemals auf und verfolge immer deine Ziele und deinen Traum. Aber von allein wird das eben auch nichts und man muss bereit sein, immer alles dafür zu geben und eben auch zu tun. Sich immer wieder auch selbst analysieren, sich verbessern wollen und sich hinterfragen.

Rennfahrer müssen sich konzentrieren, um beste Leistungen zu erbringen. Stress wird ausgeblendet und auch psychologische Ausnahmesituationen werden so erfolgreich gemeistert.


4. Wie schaffst Du Dich immer wieder so zu fokussieren?

Ich konzentriere mich auf das Wesentliche. Ich hatte in der DTM 4 Jahre lang das große Glück, ein sagenhaft gutes Team hinter mir zu wissen, auf das ich mich jederzeit verlassen konnte. Und auch jetzt in der Formel E stimmt das Setup – mal sehen, was die Saison so bringen wird. Ich weiß aber auch, dass ich körperlich immer fit sein und auf den Punkt abliefern muss, aber das habe ich ja Gott sei Dank immer selbst im Griff und kann dies jederzeit selber steuern. Last but not least gibt mir meine Familie volle Rückendeckung für den Job, den ich immer machen wollte. Es geht eben nur ganz oder gar nicht.


5. Wie läuft die letzte halbe Stunde vor Beginn des Rennens ab?

Ich bin voll konzentriert, klar strukturiert und weiß, was ich zu tun habe. In den letzten Minuten vor einem Rennen lasse ich mich von nichts und niemanden mehr ablenken. Ich gehe im Kopf nochmal alles durch: Startaufstellung, Setup, Wetter, Reifen usw. und dann geht es auch meist schon recht schnell los.

2020 war überschattet von der Corona-Pandemie. Rennen und Meisterschaften mussten abgesagt werden - kein Publikum.


6. Wie war das vergangene Jahr für Dich?

Es war sehr frustrierend, wie sicherlich für viele Menschen auf der ganzen Welt. Die Saison stand in den Startlöchern und von einem auf den anderen Tag war alles verschoben und keiner wusste, wann es dann endlich in welcher Form losgehen würde. In der Zeit bin ich tatsächlich kein einziges Rennen gefahren und das war wirklich alles andere als zufriedenstellend und hat auch durch aus frustriert. Auch der kleine Ausflug in die E-Racing Welt konnte hier keine Abhilfe schaffen, auch wenn es Spaß gemacht hat, hier zumindest virtuell gegen viele meiner Kollegen antreten zu können.

Sowohl die Corona-Pandemie als auch verlorene Rennen und Meisterschaften bremsen die

Motivation. Man hatte doch alles gegeben, aber es hatte trotzdem nicht gereicht.


7. Fällst Du in ein Motivationstief oder bist Du eher das Steh-auf-Männchen?

Definitiv Zweiteres. Bei mir greift immer der Ehrgeiz. Ich will einfach immer gewinnen. Aber ich akzeptiere auch, wenn jemand anderes einfach auch mal besser ist, dann ist er einfach besser gefahren, hatte das bessere Auto und dann ist das so und das ist auch okay so. Es ist mein innerer Antrieb und mein Ehrgeiz, immer das Beste aus allem herauszuholen, aber ich möchte den Erfolg nicht nur für mein Ego - auch für mein Team fahre ich die Siege ein und hole den Pott, denn auch wenn ich allein im Rennwagen sitze – der Erfolg ist nur im Teammachbar. Ohne ein gutes Team würde das alles nicht funktionieren.

Allein hättest Du die Titel nicht einfahren können. Da steckt viel mehr dahinter. Viele Hände, viele Mitdenker, viele Organisatoren –ein ganzes Team, das perfekt zusammenarbeitet. Da muss jeder Handgriff sitzen.


8. Wie wichtig ist Teamarbeit für Dich?

Ohne Team funktioniert gar nichts. Das fängt bei meiner Familie an, geht über das Management bis zu meinen Jungs an der Strecke. Ich bin ein Teil des Ganzen: gemeinsam gewinnen, verlieren und kämpfen wir!

In enger Zusammenarbeit haben wir vor zwei Jahren deine Merchandise Kollektion entwickelt. Dein Merchandise Shop raste im April 2019 aus seinen Startlöchern und ist bis heute sehr gefragt und erfolgreich. Dort gibt es ziemlich stylische Produkte im René Rast Design.


9. Welche Produkte hast Du in deinem Shop?

Auf jeden Fall nur Produkte, die ich selbst nutzen würde und ich nutze sie auch, keine Frage. Das war von Anfang an der Anspruch an die gesamte Kollektion. Ich habe immer mitentschieden und die Designs mitentwickelt. Ich stehe hinter jedem Artikel, finde jeden cool. Die Kollektion ist „klein aber fein“.


10. Welcher Artikel ist dein absoluter Lieblingsartikel und was bedeutet er für Dich?

Der Hoodie, mein absolutes Lieblingsstück. Hier habe ich besonders auf Materialstärke und Qualität geachtet. Und ich liebe ihn selbst zu tragen.


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