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INSIDE.HAMBURG.by Sebastian

DIE MEISTEN VON UNS KENNEN HAMBURG ALS EINE DER LEBENDIGSTEN DEUTSCHEN STÄDTE MIT DEM KIEZ, DER NIEMALS SCHLÄFT. DOCH DIE CORONA-PANDEMIE HAT AUCH HAMBURG IN EINEN LÄNGEREN WINTERSCHLAF VERSETZT.



Es ist erschreckend, die leeren Straßen Hamburgs zu sehen. Die Reeperbahn, die

Große Freiheit und der Kiez sind nicht wieder zu erkennen. Wo sich sonst die Menschenmengen tummeln und die Lichter jeder Bar zum Eintreten verlocken, ist jetzt gähnende Leere und Dunkelheit. Auch der meistgenutzte Sparkassenautomat Deutschlands, an dem wöchentlich sonst um die 17 Millionen Euro abgehoben werden und wo eine Schlange von 60 Metern nicht unüblich ist, wirkt zurzeit fast schon einsam. Fast schon grotesk erscheint das Alkoholverbot auf St.Pauli, wo es doch noch vor wenigen Jahren die Anlaufstelle für Partys und Junggesellenabschiede war.

Auch Richtung Hafen und Landungsbrücken sind das Reiseverbot und die Coronabeschränkungen unübersehbar. Die Landungsbrücken, auf denen sich sonst Touristen und Einheimische tummeln, sowie die angrenzenden Strandbars wie beispielsweise Strand Pauli sind leer. Zu sehen ist nur ein Schild, welches auf die Maskenpflicht im gesamten Hafenbereich verweist.


Selbst das Wahrzeichen Hamburgs, die Elbphilharmonie, wirkt ohne die Touristen, die sich auf der

Plaza tummeln, nur halb so schön. Die Rolltreppen befördern normalerweise rund 4 Millionen Menschen nach oben zu den Konzertsälen oder der Plaza. Mittlerweile stehen sie jedoch schon eine lange Zeit still.


Die Stadt, die bisher nie zur Ruhe kam, ruht nun schon eine lange Zeit. Die Stadt behält auch im Winterschlaf ihr unvergleichliches Flair, jedoch fehlt es uns wohl allen durch die schöne Innenstadt und die Alsterarkaden zu flanieren, hier und da einen Blick ins Schaufenster zu werfen und den

Abend in einem schönen Restaurant ausklingen zu lassen. Hoffentlich kann Hamburg

schon bald aus seinem Winterschlaf geweckt werden.



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