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ALL THAT COOL STUFF FROM HONGKONG

Aktualisiert: Nov 2

UNSICHERHEITSFAKTOR CHINA IN PANDEMIEZEITEN.


Derzeit mangelt es beim Export aus China an vielem: An Rohstoffen, Containern, Planbarkeit. Was passiert da in der weltweit am stärksten wachsenden Wirtschaftsmacht und was bedeutet das für unsere Produkte? Die rasant aufstrebende Wirtschaftsmacht im Osten beansprucht im Jahr 2021 einen kaufkraftbereinigten, globalen BIP von fast 19% für sich. Die Exporte legten in diesem Jahr um ein Viertel, die Importe sogar um ein Drittel zu. Höhere Rohstoffkosten, coronabedingte Einschränkungen und unterbrochene Lieferketten scheinen das Wachstum nicht zu belasten. Ein so enormer Einfluss einer Wirtschaftsmacht macht nicht nur riskante Abhängigkeiten seiner Handelspartner deutlich, sondern bringt auch eine Verantwortung für die Stabilität des Weltmarkts mit sich.


Die wachsende Wirtschaft, die anhaltenden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sowie staatliche Einschränkungen inländischer Erzeugnisse heizen den weltweiten Kampf um die Rohstoffe an. Wachsende Binnenwirtschaft, steigender Import und noch vielmehr Export und in Folge eine protektionistische Rohstoffpolitik des Reichs der Mitte haben einen erheblichen Einfluss auf den globalen Wettbewerb. Die angespannte Situation durch die weltweite Pandemie hat auch Chinas Wirtschaft einen Dämpfer verpasst, trotzdem hat das Land Corona augenscheinlich hinter sich gelassen, Produktion und Handel brummen wieder. China knüpft nach der Pandemie an seinen steigenden Kurs in der Industrieproduktion genauso wie im Einzelhandel an. Damit einher geht ein erhöhter Rohstoffbedarf.


Neben der erfolgreichen Exportpolitik gibt Peking einen erhöhten Anspruch an die Produktqualität vor. Es soll also nicht nur mehr, sondern auch besser produziert und exportiert werden. Den damit verbundenen, erhöhten Eigenbedarf sichert China durch Ausfuhrbeschränkungen der im eigenen Land verfügbaren Rohstoffe. Gleichzeitig ist das Land auf dem Weltmarkt sehr aktiv. Vor allem mit dem vorausschauenden und aggressiven Zugriff auf die afrikanischen Rohstoffmärkte durch günstige

Kredite und Infrastrukturprojekte investiert die Volksrepublik in die eigene, zukünftige Versorgungssicherheit.


Das Coronageschehen mit Lockdowns und regionalen Abschottungen sorgte für Ernteausfälle und brachte weltweit die Rohstoffgewinnung, die Produktion und die Logistik zum Stocken. Den resultierenden Rohstoffmangelbegrenzen viele Länder in der Folgezeit nun durch protektive Handelspolitik, indem sie ebenso wie China die Rohstoffe im eigenen Land und für die eigene Produktion vorbehalten. Durch all diese Maßnahmen werden Rohstoffe nicht nur knapper, sondern wenn verfügbar auch teurer.


Die Wirtschaftsleistung der Volksrepublik wächst derzeit schneller als die der übrigen Welt. Dies hat neben der angespannten Rohstoffsituation auch einen beinahe banal anmutenden Mangel zur Folge: Den an Containern! Wer mehr exportiert als importiert, dem stehen keine Container für weitere Warenlieferungen zur Verfügung. Ist die Nachfrage und die entsprechende Abhängigkeit allerdings nach den chinesischen Gütern derart riesig, wird der anhaltende Mangel an Containern zu einem immer ernsteren Problem und treibt die Frachtkosten in schwindelerregende Höhen. Ebenso erschweren die zögerliche Verfügbarkeit an Containern und die wegen Corona langsamer arbeitenden Frachtstationen termingerechte Lieferungen. Zu guter Letzt wirkt sich auch die Suezkanal-Blockade Ende März dieses Jahres noch immer störend auf die Lieferketten aus.


Durch seine langjährige Erfahrung und perfekte Vernetzung im asiatischen Raum hat Cybergroup

die optimalen Voraussetzungen, um den Anforderungen flexibel und professionell zu begegnen.

Firmeneigene Purchase and Sales Offices in Hongkong und China mit festangestellten Mitarbeitern sowie engmaschige Quality Control und regelmäßige Audits ermöglichen den unmittelbaren Kontakt und eine hohe Reaktionsfähigkeit bei aufkommenden Schwierigkeiten und eventuellen

Lieferverzögerungen. Neben den eigenen Kommunikations- und Handelsstandorten vor Ort kann

Cybergroup sich auch auf langjährige, starke Logistikpartner verlassen, mit denen wir in engem

Austausch stehen.


Und wie heißt es so schön, Handel ist Wandel und erfordert eine kontinuierliche Anpassungsfähigkeit, die in diesen Zeiten mehr gefordert ist als jeher. Momentan verbringen wir manchmal mehr Zeit damit, nachzuhalten, was wann wo zu welchen Konditionen geliefert wird, als uns über Innovationen und Ideen auszutauschen. Je mehr negative Faktoren wie mögliche weitere Lockdowns und Verknappungen drohen, umso mehr gilt es, sich auf Stärken und Chancen zu konzentrieren. Zumindest für den Übergang müssen vielleicht diverse Puffer in Zeit und Budget vorsichtig eingeplant, riskante Aspekte stärker berücksichtigt und Supply Chains temporär verlagert werden. Wir besinnen uns auf bewährtes Terrain - und gleichzeitig auf das, was wir noch viel besser können: Neues wagen!

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